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Keine echter Fortschritt: US-Militär feiert erstmals Gay-Pride-Zeremonie

Die Umarmung pansexueller Lebensweisen durch das US Militär ist kein gesellschaftlicher Fortschritt.

Washington  - Bei einer Zeremonie des US-Militärs sind am Dienstag Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transsexuelle in der Armee gewürdigt worden. "Vor drei Jahren hätten wir nicht geglaubt, dass 2012 homosexuelle Frauen und Männer zu den Streitkräften gehören und offen über ihre Sexualität reden können", so der Leiter der Rechtsabteilung des Verteidigungsministeriums, Jeh Johnson. Es gebe eine größere Toleranz in der Armee, auch wenn einige Soldaten zunächst skeptisch gewesen seien.

 

Die Gay-Pride-Feier fand zum ersten Mal statt und wurde via Internet in der ganzen Welt übertragen. Als Ort wurde ein Hörsaal des Pentagons in Washington genutzt. Videobotschaften von Präsident Obama und Verteidigungsminister Leon Panetta wurden eingespielt. Obama hatte den Juni zum Gay-Pride-Monat erklärt.

 

Die Integration von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen in das Militär mit den warmen Worten für ihr Willkommen mag den Anschein eines gesellschaftlichen Fortschrittes annehmen. In Wirklichkeit ist jedoch die Integration von Menschen verschiedener sexueller Orientierungen in eine weltweit agierende Tötungsmaschinerie nicht als eine positive Entwicklung zu betrachten. Für die Schlachtfelder sind jetzt eben auch Schwule und Lesben offiziell geeignet, so wie es bereits Afroamerikaner waren als diese noch nicht einmal ein Wahlrecht in den USA hatten.

 

Eine pansexuelle Gesellschaft ist insbesondere auch eine friedvolle Gesellschaft, mit der die Logik der militärischen Eskalation und Aggression, die die US Streitkräfte kennzeichnet, nichts vereinbar ist. Dass Schwule, Lesben, Transsexuelle und Bisexuelle nunmehr offen andere Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle  und Heterosexuelle töten dürfen, ist wahrlich kein Grund zur Freude.

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